Gestalttherapie
„Veränderung ist ein Lernprozess und Lernen heißt, die Erfahrung zu machen, dass etwas anderes möglich ist!“ – Frederick S. Perls, Begründer der Gestalttherapie
Die Gestalttherapie wurde in den 1950er Jahren von Fritz und Lore Perls begründet. Sie ist eine Form der Psychotherapie, in welcher wir mit Körper, Geist und Seele arbeiten. Sie geht damit über eine Gesprächstherapie hinaus, da wir den Körper mit einbeziehen und dessen Signale genau wahrnehmen. So lernst du, über kognitive Verarbeitung hinaus, deine Gefühle körperlich fließen zu lassen.
Der Begriff “Gestalt” bezieht sich auf die Eigenheit der menschlichen Wahrnehmung, Formen und Strukturen zu einer “Gestalt” zu vervollständigen. So sehen wir in drei Punkten ein Dreieck, sofern uns die Form des Dreiecks bereits bekannt ist.
In unseren Sitzungen beschäftigen wir uns mit deinen “offenen Gestalten”, also unvollständigen Formen in deiner Psyche, um diese vollständig werden zu lassen. Ein Beispiel für eine offene Gestalt sind deine sich wiederholenden Muster, mit denen du unzufrieden bist und die dir im Weg stehen.
Grundprinzipien der Gestalttherapie
Die Paradoxie der Veränderung
„Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist.“
„Als ich aufhörte zu kämpfen und an einer Veränderung zu arbeiten, als ich Wege fand zu akzeptieren, wie ich bereits geworden war, entdeckte ich, dass ich mich gerade dadurch veränderte.“ – Arnold Beisser, Gestalttherapeut und Autor
Im Hier & Jetzt
„Die Vergangenheit kann man nicht ändern, die Zukunft kann man nicht wissen, nur in der Gegenwart lässt sich handeln.“ – Anke und Erhard Doubrawa, Gestalttherapeuten, Ausbilder und Autoren
Körperwahrnehmung
“Eine der klarsten Lektionen der heutigen Neurowissenschaften ist, dass unser Selbstempfinden in unserem Körper verwurzelt ist. Wir lernen uns erst dann wirklich kennen, wenn wir unsere Körperempfindungen spüren und deuten können; wir müssen sie wahrnehmen und auf sie eingehen, um sicher durch das Leben gehen zu können.” – Bessel Van der Kolk, Psychiater, Autor, Traumatherapeut und führender Wissenschaftler zur Neurobiologie von Trauma
Dialog und Kontakt
„Das Ich wird am Du zum Ich.“ – Martin Buber, Philosoph des Dialogs und Autor
„Gestalttherapie ist eine existentielle Begegnung zwischen Menschen. Sie erlaubt der Person, sich selbst im Prozess dieser Begegnung zu offenbaren.“ – Joseph Zinker, Gestalttherapeut, Ausbildungsleiter und Autor
Wie ich als Gestalttherapeutin arbeite
Als Gestalttherapeutin begegne ich dir nicht als allwissende Expertin, sondern als Mensch – ansprechbar, interessiert und engagiert. Im gemeinsamen Dialog entsteht ein lebendiger Kontakt, in dem du dich mit dem zeigen kannst, was dich bewegt.
Dabei unterstütze ich dich, deine Wünsche nach Veränderung klarer zu spüren und dir bewusst zu machen, wie du dich manchmal selbst daran hinderst, Schritte zu gehen. Kontakt bedeutet dabei sowohl die Begegnung mit dir selbst als auch mit mir als Gegenüber.
Gestalttherapie ist damit weniger eine Methode als vielmehr eine lebendige Haltung: aufmerksam, respektvoll und neugierig auf das, was sich im Moment zeigt. So entsteht die Möglichkeit, wieder mehr in Kontakt mit dir selbst zu kommen, deine Lebendigkeit deutlicher zu spüren und dein Leben bewusster zu gestalten.
